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Zügige Heimreise entlang bekannter Pfade

veröffentlicht um 09.11.2012, 03:13 von Wilfried Schaffner   [ aktualisiert: 09.11.2012, 04:04 ]
Am Dienstag Morgen ging es weiter. Wir wollten von nun an immer um die 250 Kilometer fahren, sodass wir am letzten Tag kurz vor Sydney zum letzten Mal unser Zelt aufschlagen konnten. Unsere Nachbarn am Campingplatz von Byron Bay haben uns "Scotts Head" empfohlen, es sollte ein netter Strand und Campingplatz sein, an dem aber viel weniger los sei als in Byron. 

Scotts Head war etwa 50 Kilometer südlich von Coffs Harbour, der nördlichsten Stadt die wir bis zu dieser Reise jetzt, zuvor bereist hatten. Weil ja Melbourne Cup war, das wichtigste Pferderennen in Australien, das für drei Minuten die ganze Nation stoppt und dem Bundesstaat Victoria sogar einen offiziellen Feiertag beschert, haben wir in Coffs Harbour um halb drei halt gemacht. Sind in ein "Hotel", wie die Pubs hier heißen, reingegangen und haben ein paar Dollar gewettet, und uns ein spätes Mittagessen bestellt. Die Stimmung war super im Pub, ich bekam sogar ein Glas Sekt aufs Haus, und bei Willi's Steak war ein Bier dabei. Leider haben wir nichts gewonnen, aber das macht ja nichts, Hauptsache man war dabei. 

Weiter ging es nach Scotts Head, wo wir am späten Nachmittag am Campingplatz eingecheckt haben und dann gleich noch einen Spaziergang zum Strand und zum Spielplatz gemacht haben. Zum Abendessen gab es einen Kaiserschmarren mit Apfelmus, alles aus der Campingküche, hat vorzüglich geschmeckt. 

Dann kam die böse Überraschung: Unser Laptop war weg. Es ist uns dann auch sofort gedämmert, dass wir den am Morgen, beim Zusammenpacken in Byron Bay noch aufgeladen haben bei der Campingküche - und komplett darauf vergessen haben. Leider konnten wir so spät abends niemanden mehr erreichen am letzten Campingplatz, so haben wir gleich eine e-mail geschrieben, aber die Hoffnung war schon recht gering. Zulange hatten wir gebraucht um es überhaupt zu bemerken, der Laptop ist da schon 10 Stunden lang herrenlos herumgelegen. Und wie es aussieht hat sich dann halt jemand erbarmt. Nun, es gibt natürlich schlimmeres, der Computer selbst ist uns ja auch schon älter und daher noch mehr egal, aber der Verlust unserer gesamten Reisefotos tut uns natürlich schon recht weh. 

Dies war auch der Grund warum wir die letzten Tage auch keine Berichte mehr geschrieben haben, weil wir zwar eine Kamera noch hatten, aber kein Verarbeitungsgerät... Naja. Wir sind zumindest froh, dass wir unsere Homepage geschrieben haben und hier einige Fotos gepostet haben, weil uns zumindest diese erhalten bleiben. 

Die gute Reiselaune war jetzt natürlich etwas getrübt, doch unsere zwei Mädchen haben uns wieder aufgeheitert, und wir sind glücklich, dass wir die ganze Reise so gesund und munter durchgestanden haben. Mittwoch früh ging es auf in die nächste Etappe. Den Pacific Highway kannten wir ja schon in dieser Gegend, aber wir wollten versuchen wieder einen neuen tollen Campingplatz in einem Nationalpark zu finden. Es sollte in den Crowdy Bay National Park gehen, wo wir noch nie zuvor waren. Etwa 50 Kilometer vor unserem Ziel wurden wir jedoch von der Feuerwehr aufgehalten und darauf aufmerksam gemacht, dass genau in dieser Gegend gerade Waldbrände herrschen und Camping leider nicht möglich sei. So blieb uns nichts anderes übrig als den Feuerwehrleuten viel Glück bei der Feuerbekämpfung zu wünschen, und umzukehren. 

Im Campingatlas nachgeschaut, haben wir uns für den nächst südlich gelegenen Nationalpark entschieden. Die Überraschung war groß als wir bei Ankunft am Campingplatz draufkamen, dass wir genau hier vor 6 Jahren bei unserer ersten großen Reise schon einmal gecampt haben. Das war natürlich auch einmal schön, den Booti Booti Nationalpark nach mehreren Jahren wiederzusehen. 
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