Berichte‎ > ‎

Wallaman Falls - die längsten Wasserfälle Australiens

veröffentlicht um 16.10.2012, 16:27 von Wilfried Schaffner
Die Wanderung bis zur Aussichtsplattform war genug für die Kids
Nach unserem Aufenthalt am wunderbaren Mission Beach ging es weiter in Richtung Süden. Die nächste größere Stadt auf unserer Route würde Townsville sein, und von dort wollen wir für ein paar Tage nach Magnetic Island fahren. Davor ging es aber nocheinmal landeinwärts zu den Wallaman Falls, die längsten "one drop" Wasserfälle Australiens. 

Wenn wir schon so nahe waren, wollten wir gerne den 60 Kilometer langen Abstecher landeinwärts vom Städtchen Ingham nehmen um diese Wasserfälle zu bestaunen. Der Campingplatz war wieder ein Nationalparkcampingplatz mit Plumpsklo und einer einfachen Regenwasserdusche. Das sollte uns nicht stören, waren wir doch frisch geduscht und wollten sowieso nur eine Nacht bleiben um die Wasserfällle von der Ausichstplattform zu bestaunen und eventuell auch hinzuwandern. 

Damit wir wissen wo wir waren...
Gegen mittag am Campingplatz angekommen waren wir erst einmal richtig müde. Es war auch ganz schön heiß in dieser Gegend. So machten wir nach dem Aufstellen des Zeltes einmal eine ordentliche Siesta bevor es zur Entdeckung der Wasserfälle ging. 

Am späteren Nachmittag sind wir dann zur Aussichtsplattform gefahren und waren sehr beeindruckt. Die Wallerman-Wasserfälle teilen sich in zwei Etappen, einem ca. 70 Meter Fall und dann nocheinmal die 268 Meter in die Tiefe, die damit den längsten "in einem Fall"-Wasserfall Australiens darstellen. 


Da wir in der Trockenzeit gekommen sind ist der Wasserfall relativ schmal, in der Regenzeit wird er um ein vielfaches größer und ist somit noch beeindruckender. Wir fanden ihn auch so schon recht imposant, uns war aber klar, dass wir die fast dreihundert Höhenmeter runter zum Fuß sicherlich NICHT mit unseren Kindern erwandern konnten. 

Selbstauslöserfoto am Fuße der Wasserfälle
So teilten wir uns auf und Silvia ging noch am selben Nachmittag runter und Willi dann am nächsten Morgen. Es war eine abenteuer-liche und auch anstrengende Wanderung, die sich aber in jedem Fall auszahlte. Am Fuß des Wasserfalles war eine ganz tolle Atmosphäre, richtig mystisch. Der Weg selber war auch sehr interessant vom eher dünn bewachsenen Hochplateu ging es nach kurzer Zeit in richtig dichtem Regenwald bishin zu den Wasserfällen. 

Schwimmen trauten wir uns dann doch beide nicht, der 20 Meter tiefe natürliche Pool, der durch den Wasserfall entstanden ist sah zwar sehr verlockend aus, aber man musste über einige Felsen hinklettern und wenn dann niemand dabei ist, war uns das doch zu gefährlich.

Willi wurde von seinem Ranger-Wanderkollegen fotografiert
Comments