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Von Elliot Heads über Hervey Bay nach Rainbow Beach

veröffentlicht um 29.10.2012, 16:44 von Wilfried Schaffner   [ aktualisiert: 29.10.2012, 17:18 ]
Weiter ging es von Agnes Water südlich nach Bundaberg, der Hauptstadt des gleichnamigen australischen Rums. Nachdem wir beide kein großer Fan vom "Bundi" sind, sondern immer Stroh-Rum aus Österreich fürs Kochen und Punschtrinken im Winter importieren, haben wir beschlossen uns nicht die Herstellung des Bundaberg Rums genauer anzuschauen. Stattdessen haben wir eine kleine Rundfahrt in dem netten Städtchen gemacht und uns dann einen Supermarkt zum Einkaufen unserer Lebensmittel gesucht. 

Die Nacht wollten wir an der Küste, ca. 15 Kilometer ausserhalb von Bundaberg verbringen, dort gab es eine große Auswahl an Campingplätzen und wir haben uns für Elliot Heads entschieden, der am südlichst gelegene Caravanpark. Keine 50 Meter vom Strand entfernt haben wir unser Zelt aufgeschlagen, 2 Waschmaschinen voll Wäsche gewaschen und aufgehängt als es am späteren Nachmittag leider zu regnen begann. Die Wäsche ging also in den Trockner und wir haben den Nachmittag und die frühen Abendstunden im Zelt und in der Campingküche verbracht. 

In der Nacht musste Willi nocheinmal raus und das Zelt fester niederspannen weil es ein bisschen zu tropfen anfing im Inneren. Da haben wir bemerkt wie viel Glück wir bisher eigentlich hatten, weil es ja wirklich kaum geregnet hat, auf unserer Reise. Laut Wetterbericht sollte sich dies aber nun ändern, für die kommende Woche sieht es nicht so rosig aus, was vor allem beim Zelten ein bisschen unangenehm sein kann. Irgendwann muss der Regen aber aufgehört haben, und der Meereswind tat sein übriges, weil als wir aufwachten war das Zelt ganz trocken. Das haben wir natürlich sofort genützt und gleich abgebaut, denn der Himmel war voller dunkler Wolken und versprach noch mehr Regen. 

Nachdem alles im Auto verpackt war und wir gefrühstückt hatten, gingen wir noch zum Elliot Beach spazieren, ein herrlicher Strand mit großen schwarzen Steinen und feinem, hellen Sand. Nachdem es aber windig war und gar nicht recht warm, gingen wir nicht ins Meer, sondern machten uns wieder auf den Weg. Es sollte weiter nach Hervey Bay gehen, dem "Whale Watching Capital of the World" und einer der beiden Ausgangspunkte für Fraser Island, der größten Sandinsel weltweit. Daraus schlossen wir, dass Hervey Bay ein richtiger Touristenumschlagplatz sein musste und wir uns dort sicherlich gut über Fraser Island informieren konnten. Über die Wale machten wir uns jetzt einmal keine Gedanken, weil die Saison mit Ende Oktober so gut wie vorbei ist.
 
Vollbepackt mit Information über die Fraser Coast und Fraser Island selber sind wir dann aber doch  noch weiter bis Rainbow Beach gefahren um dort unser Zelt für ein paar Tage aufzuschlagen. Es ist der südliche Zugangspunkt zu Fraser Island, und liegt wie die Insel selber auch schon im "Great Sandy Nationalpark". Unsere Freunde Veronika und Alfred aus Deutschland, die wir vor sechs Jahren auf unserem ersten Flug nach Australien kennengelernt haben, haben uns diesen Ort mit seinen fantastischen Stränden sehr ans Herz gelegt. Wir sind schon sehr gespannt, und werden uns hier ein bisschen umsehen und hoffentlich auch einen Ausflug nach Fraser Island machen. 
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