Berichte‎ > ‎

Urlaub in Port Douglas

veröffentlicht um 09.10.2012, 16:07 von Wilfried Schaffner   [ aktualisiert: 09.10.2012, 16:11 ]
Port Douglas ist eine richtige Feriendestination aus dem Bilderbuch. Ein kleiner Hafenort, direkt an der Küste mit einer netten Marina zum Flanieren und einem wunderschönen, weißen Sandstrand, den "4 Mile Beach". Nach unserer bisher anstrengenden Reise, bei der wir fast jeden Tag unser Haus auf und abgebaut haben, beschlossen wir hier einmal drei Nächte zu bleiben und "Urlaub" vom Urlaub zu machen. 

Das Städtchen weist eine interessante Geschichte auf, wurde es doch erst in den 1980er Jahren berühmt und beliebt. Christopher Skase wird für die rasante Entwicklung vom kleinen Port Douglas zu einem Multimillionenressort mit Golfplätzen, Marina, Hubschrauberlandeplatz und Shoppingkomplexen verantwortlich gemacht. Er war es, der in den frühen 80iger Jahren das Potential von Port Douglas erkannt und Millionen in ein Nobelhotel und Resort gesteckt hat, und somit auch viele weitere Investoren in die Stadt gelockt hat. 1991 ging seine Firma jedoch bankrott und er floh nach Spanien. Das nächste Jahrzehnt versuchte die australische Regierung ihn zurückzubekommen um ihn zum Rückzahlen seiner Schulden bewegen zu können, was nicht gelang. Skase verstarb im Jahr 2001 in Spanien ohne die 172 Millionen Dollar je zurückzuzahlen.

Unser Hauptbeweggrund für den längeren Aufenthalt hier waren jedoch nicht die Nobelhotels und Spa-Komplexe, wie immer schlugen wir unser Zelt am Campingplatz auf (der mit 38 Dollar für die Nacht dafür bislang der teuerste war). Wir wollten vor allem das Great Barriere Reef von hier aus besuchen, da Port Douglas anscheinend eine der besten Destinationen ist um zum nördlichen Barriere Reef zu gelangen. 

So hatten wir überlegt ob wir als ganze Familie auf ein Boot sollen, oder doch lieber einmal Willi und einmal ich, da es schon sehr teuer war und Lea mit 4 Jahren schon zahlen musste. So machten wir es auch und werden etwas später nocheinmal einen Inseltrip mit den Kindern machen, was dann für die Kinder grade so spannend sein wird, weil tauchen können sie ja sowieso noch nicht und schnorcheln müssen wir erst mal ausprobieren mit Lea. 

Willi und ich haben vor beinahe 4 Jahren unseren Taucherschein in Sydney gemacht, somit durften wir auch richtig tauchen gehen. Am Sonntag fuhr Willi raus auf's Barriere Reef. Leider musste er beim ersten Tauchgang schon abbrechen weil er Probleme beim Druckausgleich hatte. Somit musster er sich mit dem Schnorcheln begnügen, was trotzdem ein tolles Erlebnis war. Ich war dann am nächsten Tag dran, 
und hatte großen Respekt vor einem richtigen Tauchgang, war

es doch schon solange her. Doch Willi redete mir ein, dass ich mich nicht mit dem Schnorcheln begnügen, sondern unbedingt auch das Tauchen versuchen sollte. Auch ich hatte vorerst Probleme mit dem Druckausgleich, versuchte mir aber besonders Zeit zu lassen beim runtergehen und konnte  letztendlich wirklich das Great Barriere Reef in 18 Meter Tiefe erleben. Es war wirklich atemberaubend und wunderschön. 

Auch die Kinder hatten eine schöne Zeit am 4 Mile Beach und im Pool des Campingplatzes. Als spezielles Zuckerl gab es auch noch fast jeden Tag Eiscreme in Port Douglas, war es doch so warm. Insgesamt sind es dann sogar vier Nächte geworden, und heute geht es weiter in Richtung Cairns.

Comments