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Unsere Tagestour zu den Whitsunday Islands

veröffentlicht um 21.10.2012, 16:02 von Wilfried Schaffner   [ aktualisiert: 21.10.2012, 16:27 ]
Nun war es soweit. Ein weiterer Punkt auf unserer "Must see"- List in Australien durfte nach heute "abgehakt" werden. Natürlich ist es jetzt zwar so, dass wir die Whitsundays gesehen haben und am berühmten Whitehaven Beach schwimmen waren, aber ob die Sache nun abgehakt ist, das ist eine andere Frage. Eine bessere Beschreibung ist wohl, dass wir nun auf jeden Fall nocheinmal hierherkommen möchten.

Die Whitsunday Islands bestehen aus 74 Inseln, von denen 17 bewohnt sind. Die meisten Inseln sind ganz oder zum Teil Nationalpark und gehören zum Whitsunday Island Nationalpark, der sich im  35 000 km² großen, umliegenden Marine Park befindet. Die Whitsunday Islands sind auch Teil des Great Barrier Reef Weltnaturerbes. Am 4. Juni 1770 durchsegelte James Cook die Inseln und benannte die von ihm am Pfingstsonntag durchfahrene Passage daher "Whitsunday Passage", auf Deutsch "Pfingstsonntag Passage".

Die größte Insel der Gruppe ist die Whitsunday Island, wo sich auch der weltberühmte "Whitehaven Beach" befindet. Dieser Strand war auch unsere erste Anlegestelle bei der Bootstour die wir gebucht haben. Nach der Umfahrung von Hamilton Island und einigen kleineren Inseln war dies die Hauptattraktion des Vormittags. Wir konnten vom Schiff gehen und uns zwei Stunden am wunderbaren weißen Strand vergnügen. Whitehaven Beach gilt mit einem Quarzgehalt von beinahe 99 % als einer der weißesten Strände der Welt. Er ist ungefähr 8 Kilometer lang und einer der berühmtesten und schönsten Strände der Welt. Die Schönheit können wir jetzt bestätigen. 

Die Crew des Bootes hat uns mit "Stingersuits" ausgestattet, die vor etwaigen Quallen schützen. Es ist zwar noch nicht Quallen-Hochsaison, aber normalerweise sind sie von Anfang November bis Mai in den Gewässern zu finden und nachdem sie keinen Kalender kennen ist Ende Oktober schon im Risikobereich. Die Stingers sind sehr gefährlich und fordern jedes Jahr schwere Verletzungen und sogar Todesopfer. Also haben wir gerne die dünnen Anzüge angezogen, zusätzlich sind sie auch ein toller Sonnenschutz. Natürlich ist es komisch und fühlt sich irgendwie "verkehrt" an, in solchem kristallklaren und warmen Wasser mit Ganzkörperanzug zu schwimmen, aber wir sind lieber den Empfehlungen gefolgt und konnten so das Wasser so richtig, ohne Bedenken genießen. Für die Kinder war es sowieso toll, weil wir sie somit besser als mit jeder Creme vor Sonnenbrand geschützt haben. 


Die zwei Stunden waren im Flug vergangen, und weiter ging es zur Daydream Island. Dort hatten wir unser Mittagessen und den Nachmittag zur freien Verfügung. Die Daydream Island ist eine der kleinsten Inseln und nur einen Kilometer lang und ca. 200 Meter breit. Auf der Insel befindet sich ein familienfreundliches Hotelressort mit zwei Pool-landschaften am südlichen Ende und im Norden der Insel. Aufgrund der Quallengefahr und der Pool-vorliebe unserer Kinder war das natürlich ein tolles Nachmittagsprogramm. Willi und ich konnten trotzdem die wunderbare Aussicht von der Insel genießen, während sich die Mädls so richtig müde geschwommen haben.

Eine weitere Attraktion der Insel, bzw. des Resorts war das "Living Reef", da haben sie ein richtiges Korallenriff hingebaut mit Fischen, Rochen, Riffhaien und Korallen vom Great Barrier Reef, das Kinder und Besucher erleben konnten, ohne auf das Reef fahren zu müssen. Das war natürlich auch noch eine tolle Sache, so haben auch Lea und Luisa ihren eigenen Besuch beim Great Barrier Reef gehabt. 

Auf einem schönen Regenwaldwanderweg wurden wir dann sogar noch Zeugen einer richtigen Hochzeit die in der "Wedding Chapel" der Insel abgehalten wurde. Weiters konnten wir noch den Mermaid Beach und Lovers Cove erkunden. Beides Strände die mit Korallen übersät sind und kristallklares Wasser aufweisen. Da konnte ich mich einfach nicht zusammenreißen und bin dann nach eingehender Inspektion für einen Moment ohne Schutzanzug ins Wasser gessprungen, weil es einfach so herrlich war. Wir haben beschlossen definitiv einmal einen "Winterurlaub" auf den Whitsundays zu verbringen, denn wenn es in Sydney kalt ist, und hier keine Quallen sind - muss es das Paradies auf Erden sein.

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