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Sunshine Coast und Australia Zoo

veröffentlicht um 03.11.2012, 05:49 von Wilfried Schaffner   [ aktualisiert: 03.11.2012, 06:03 ]
Je weiter sich die Reise ihrem Ende neigt, umso geballter kommen die Sehenswürdigkeiten. Natürlich liegt die Ursache im Zeitproblem, das wir schön langsam haben. Da wären ja noch soviele tolle Sachen zum Anschauen. Dörfer und Strände wollen besucht werden, doch leider drängt die Zeit, denn ende nächster Woche möchten wir ja gern nach 7 Wochen Abenteuerurlaub wieder daheim in Sydney sein. Und ehrlich gesagt freuen wir uns auch schon recht darauf, nach sovielen Nächten unter den Sternen. 

Nach unserem Abenteuer auf Fraser Island und der schönen Zeit am Rainbow Beach ging es nun weiter zur Sunshinecoast. Noosa oder Noosa Heads ist vielen Leuten ein Begriff und auch das Aushängeschild der ganzen Destination. Natürlich war dies gleich unser erster Halt, wollten wir doch wissen, ob es wirklich so toll ist wie alle immer sagten. Noosa hat nicht enttäuscht. Eine wunderbare Meeresbucht an den Enden beinahe bis zum Wasser mit Palmen, Feigenbäumen und anderem Grün bewachsen, türkisblaues Meer und heller Sand. Ein Bild wie aus dem Bilderbuch. 

So verbrachten wir gleich eine Weile am Strand bevor es dann am Bretterweg entlang, der sich zwischen Strand auf der einen Seite und Hotels und deren Restaurants auf der anderen Seite, zurück zur Hauptstraße ging, welche sich ja gleich einen Block hinter dem Strand befand. Hugo Boss und Ralph Lauren grüßten von den Geschäften, doch außer einer Eiscreme haben wir nichts gekauft. Wenige hundert Meter weiter, meinte man wieder in der völligen Abgeschiedenheit zu sein. Von Noosa Heads kann man auf mehreren fantastischen Wanderungen den Nationalpark, der dieses schöne Stück Erde umfasst, erkunden. 

Unsere Töchter waren leider schon etwas müde, so haben wir auf eine weitere Wanderung verzichtet und uns lieber auf Unterkunftssuche begeben. Nachdem es in der Nähe vom Strand keinen Campingplatz gab in Noosa, fuhren wir etwas weiter in den Süden und haben unser Quartier am wunderbaren Coolum Beach aufgeschlagen. Der Caravanpark war keine 10 Kilometer von Noosa, direkt am Strand und gleichzeitig im Zentrum des Ortes, definitiv ein Platz zum merken, falls wir einmal länger Zeit haben in dieser Gegend. 

Gestern früh ging es dann gleich ganz bald an den Strand, weil wir hatten ja noch vieles vor. Es war der Tag auf den sich Lea und Luisa schon besonders freuten, wir fuhren in den Australia Zoo. Der wohl berühmteste Tierpark Australiens, der durch seinen Begründer Steve Irvine auch weltweit bekannt ist. Steve Irvine, der Crocoldile Hunter, wie er hier schlichtweg genannt wird, ist im Jahr 2006 (einen Monat bevor wir gekommen sind) bei den Dreharbeiten zu einem seiner Filme durch einen Stachelrochenstich ins Herz gestorben. Wir können uns noch gut erinnern wie damals die Zeitungen wochen- und monatelang berichteten wie es denn nun weitergehe mit dem Australia Zoo. Heute, sechs Jahre später ist der Zoo größer als je zuvor, und wird von der Familie Steve Irvine's weiterbetrieben. 

Der Crocodile Hunter selber ist im ganzen Zoo auf Fotos und in Filmausschnitten zu sehen, und man kann richtig spüren wie sein Geist weiterlebt. Natürlich ist es Ansichtssache, ob man das was er tat, und seine Nachfolger tun nun toll findet oder nicht. Was man Steve Irvine und seinen Wildlife Warriors aber zugestehen muss, ist, dass sie sehr viel für die Erhaltung von Natur und Tierwelt getan haben und nach wie vor tun. 

Vom Zoo selber waren wir begeistert. Noch nie zuvor haben wir soviele verschieden Krokodile und Alligatoren gesehen, die Shows waren fantastisch und sehr lehrreich. Aber nicht nur die Krokodile fanden wir toll, auch all die anderen Tiere konnten wir aus nächster Nähe bestaunen und es war bemerkenswert, wieviele Tiere wir wirklich sehen konnten, weil sie sich nicht "versteckten". Lea und Luisa waren begeistert, dass sie einen Koala angreifen und streicheln durften und nochmehr als sie dann die zahmen Känguruhs füttern konnten. Die Krokodile beeindruckten sie auch, aber streicheln wollten sie die dann doch nicht. 

Die Zeit verging wie im Flug und schon war es nachmittag und unsere zwei "Wildlife-Warriors" waren froh sich mit ihren neuen Schleichtieren für die Sammlung (ein Krokodil und ein Känguruh) im Auto ausrasten zu können. Weiter ging es in Richtung Brisbane, wo wir uns kurz davor auf der Redcliff Peninsula eine Unterkunft suchen wollten. Eine kleine Überraschung lag auch am Weg: ein ALDI... nachdem wir da auch schon über 6 Wochen nicht mehr waren, mussten wir gleich noch schnell rein um Gummibärlis und einen Christstollen, als Vorgeschmack auf das nahende Weihnachten, zu kaufen. 








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