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Rockhampton und die Capricorn Coast

veröffentlicht um 25.10.2012, 16:10 von Wilfried Schaffner   [ aktualisiert: 25.10.2012, 16:38 ]
Von Cape Palmerston hatten wir wieder einmal eine etwas weitere Strecke ohne besondere Sehenswürdigkeiten zu bewältigen. So sind unsere Hörbücher und Unterhaltungskünste im Auto zur Abwechslung wieder einmal beansprucht worden. Eine gute Übung für unseren Endspurt nach Sydney, weil wir die Strecke ab Byron Bay wahrscheinlich in sehr kurzer Zeit zurück legen werden müssen, wollen wir doch noch soviel wie möglich sehen bis dahin. 

So ging es vorgestern bis an die Capricorn Küste, die nach dem Wendekreis des Steinbocks benannt ist an dem sie liegt. Wir haben damit also das Ende des tropischen Australiens erreicht und somit auch bald das Gefahrengebiet der Krokodile und der lebensgefährlichen Quallen verlassen (So heißt es zumindest). Das trifft sich natürlich gut, weil mittlerweile sind wir mit Ende Oktober schon in der "Stingerseason" angekommen und auch wenn die Schutzanzüge angenehmer als befürchtet waren, sind wir schon froh wenn wir sie zum baden gehen nicht brauchen . 

Als erstes ging es gleich einmal an die Küste nach Yeppoon, das herrliche Strände in den Norden und Süden am azurblauen Meer zu bieten hat. Dort haben wir uns im Informationszentrum befragt und beschlossen noch etwas weiter nördlich in den Byfield Nationalpark zu fahren, der laut Campingatlas herrliche Zeltplätze abseits des Rummels aufzuweisen hat. Wir haben es auch sehr genossen in der "Upper Stoney Creek Camping Area", zumindest bis zum Zeitpunkt der Dämmerung, denn dann kamen die Moskitos, und unser Insektenspray denn wir ja sonst kaum brauchten bisher, wurde leider genau an diesem Tag aus. So haben wir uns alle lange Sachen angezogen, schnell gekocht und sind bald ins Bett. 

Am nächsten Morgen haben wir noch einen wunderbaren Bushwalk entlang des Flusses und in den Wäldern gemacht, der für die Kinder wieder mit einer Schatzsuche endete. Länger wollten wir dann nicht mehr bleiben, denn die Stechmücken liebten es, uns sogar am hellichten Tag zu belästigen. In Yeppoon haben wir noch eine weitere Wanderung zu einem Aussichtspunkt gemacht, von wo wir uns dann mit Jausenbroten gestärkt haben, bevor es weiter entlang der Capricornküste in den Süden ging. 

Nachdem wir in unserem Reiseführer lasen, das Rockhampton, von den Australien kurz "Rocky" genannt, die Hauptstadt des Rind(fleisches) in Australien ist, haben wir so große Lust auf ein richtiges Steak in einem Pub bekommen, das wir kurzerhand beschlossen haben nicht an der Küste, sondern direkt in Rockhampten zu nächtigen und ein Steak zu genießen. Wir sind also in das "Great Western Hotel" zum Abendessen gegangen und dort gibt es eine richtige Arena im Hinterhof, in der jeden Freitag abend Live Rodeo auf Stieren stattfindet, für das das Hotel australienweit bekannt ist. 

Nachdem Donnerstag war, gab es keine Live Show, im Lokal lief aber der Fernseher und wir konnten die Show von letzter Woche aufgezeichnet bewundern. Das Rodeo ist sicherlich Geschmacksache, das Steak hat uns aber definitv geschmeckt!

Abends ging es zurück zu unserem Campingplatz der direkt am Fitzroy River liegt. Allesamt sind wir müde und mit vollem Bauch ins Zelt gefallen und schliefen uns auch gleich gut aus, weil heute gilt es wieder um die 200 Kilometer zu fahren, zu den Städten "1770" und "Agnes Waters", die sich an den südlichen Ausläufern des Great Barriere Reefs befinden. 
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