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Injune - Kleiner Ort mit riesigem Campingplatz

veröffentlicht um 27.09.2012, 04:04 von Wilfried Schaffner   [ aktualisiert: 27.09.2012, 04:17 ]
Heute hatten wir unseren ersten richtigen Sommertag. Mittlerweile sind wir ja schon richtig weit nördlich vorgedrungen (bereits in der Höhe von Brisbane) und hatten gleich eine Tagestemperatur von über 36°C. Da läuft die Klimaanlage im Auto schon kräftig. Unglücklicherweise bringt das aber auch die Nasen von uns allen mit voller Stärke zum Laufen. Aber auch das werden wir bald überstehen.

Gestartet sind wir heute von St. George, ein Ort der 2010 und 2011 vorallem durch die massiven Hochwasser in den Schlagzeilen war. Zu Mittag machten wir an einem Fluss Rast und Lea und Willi probierten ihr Glück beim Fischen. Leider war's aber nichts und somit kauften wir in Roma ein paar leckere Steaks für das Abendessen.

Übernachtet haben wir dann auf einem Campingplatz in "Injune". Ein wirklich kleiner Ort mit ca. 10 Häusern und einem Spar-Markt (ja, richtig gelesen, die haben einen Spar-Markt in Injune). Am Campingplatz angekommen waren wir dann von der Größe und Professionalität völlig überrascht. Der Check-In war nicht wie sonst in einem kleinen Raum mit einem Schalter, sondern in einem großen Büro. Den Platz für unser Zelt zeigte mir die Dame persönlich, doch dafür mussten wir duch einige Korridore an Container-Wohnungen gehen. Erstaunt fragte ich die Dame wieviele das denn seien. Sie meinte: "140. Alle ausgebucht." 

Es stellte sich heraus, dass der Campingplatz von Arbeitern für eine Gas-Pipeline auserkoren wurde, die gerade durch ganz Queensland bis nach Darwin gebaut wird. In Queensland wird im Moment ja wie verrückt nach Gas gebohrt und zu Tage befördert. Ein richtiger Boom. Und da hat eine Firma den kleinen beschaulichen Campingplatz von Injune übernommen und 140 Container-Wohnungen hingebaut. Uns war es recht, denn auch die Camping-Küche war ganz neu und hatte alles zu bieten.

Und somit erklärte sich auch, warum ein so kleiner Ort einen großen und gut sortierten Supermarkt hat. Die Arbeiter an der Pipeline (und für die Straßen die dabei auch erneuert werden, und und und...) müssen ja auch wo einkaufen. Die Arbeiter sind meistens von ganz Australien und sind dann für 14 Tage in diesem Camp und fahren dann für 7 Tage nach Hause, bevor sie wieder für 14 Tage ins Camp müssen. So eine Besonderheit ist so ein Ort aber nicht, denn solche Camps gibt es einige entlang dieser neuen Pipeline.

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