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Daintree National Park - Mossman Gorge

veröffentlicht um 09.10.2012, 04:33 von Wilfried Schaffner
Das tropische Nordqueensland hat erstaunlich vielfältige Biodiversität aufzuweisen. Dar Daintree National Park ist wahrscheinlich der älteste Regenwald der Welt und wurde im Jahr 1988 zum Weltnaturerbe erhoben. 

Nachdem wir Cape Tribulation verlassen haben ging es weiter durch den Daintree Nationalpark zum Mossman Gorge, einem besonders speziellen und wunderschönen Teil in der süd-östlichen Ecke des Nationalparks, das Teil des traditionellen Landes der Kuku Yalanji Aboriginal Bevölkerung ist. 

Das Kultur- und Informationszentrum am Zugang zum Gorge wird von der aboriginal Kuku Yalanji Kommune betrieben und man kann dort neben dem Buchen von Aboriginal-Touren durch den Mossman Gorge auch Kunst und Artefakte der lokalen Bevölkerung anschauen und erwerben. Auch unser Shuttle-Bus der uns zum Ausgangspunkt für die Wanderungen führte wurde vom Center organisiert. 

Es war ein heißer Tag und vom Reiseführer wussten wir, dass es ein "Swimming Hole" geben wird, also packten wir sicherheitshalber unsere Badesachen ein, falls es uns ansprechen sollte. Nach der kurzen Fahrt mit dem Bus ging es dann auf einem Bretterweg durch den ersten Teil und wir staunten nicht schlecht, all die großen Bäume mit ihren nicht enden wollenden Wurzeln und die moosbewachsenen Steine und Felsformationen zu sehen. 


Nach einem kurzen Stück waren wir schon beim "Wasserloch", dass sich als wunderbares Flussbett mit großen Felsen und kleinem "Sandstrand" entpuppte. Natürlich wollten wir da Schwimmen gehen. Es sah aus wie daheim die Aist im hinteren Reichenstein - anscheinend sollte es auch sehr kalt sein. Die Kinder wollten natürlich sofort rein. Doch wussten wir, wenn wir gleich reingehen wird unsere Regenwaldwanderung kürzer als geplant verlaufen, so haben wir die Wasserstelle als Abschlusszuckerl definiert und sind weitergegangen. 

Weiter gings zur imposanten Hängebrücke - die vor wenigen Jahren aufgrund des mehr werdenden Tourismus neu gebaut wurde -  danach begann eine Rundwanderung, die wir dann einzeln bestritten, weil das wäre für unsere Damen zu lange, beziehungsweise für uns zu anstrenged gewesen. So sind Willi und ich es abwechselnd durchmarschiert und konnten es dadurch wohl auch besser auf uns einwirken lassen. Einfach gigantisch wie sich da Bäume auf andere Bäume "setzen" und dann einfach am Gastgeberbaum wachsen und diesen oft solange überwuchern und umschlingen, dass dieser den "Kampf ums Licht" am Ende verliert. Wir waren beide sehr beeindruckt von diesem Regenwald, der nur 0,01 % der Australischen Oberfläche beträgt, jedoch 65 % der "Ferntrees", 60 % der Schmetterlinge und 50 % der australischen Vogelarten beheimatet. 

Zum Abschluss gab es die wohlverdiente Erfrischung im kühlen Nass, wieder ein Highlight für die Kinder. Das Wasser war wirklich sehr kühl, doch nicht mit der Waldaist im Hochsommer zu vergleichen, es hatte bestimmt 19 oder gar 20 Grad.
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