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Carnarvon National Park

veröffentlicht um 27.09.2012, 04:28 von Wilfried Schaffner
Nach einer angenehmen Nacht in Injune haben wir am Morgen noch schnell die nötigsten Sachen im ortsansässigen Spar-Markt (!) gekauft und sind dann weiter in Richtung Norden gefahren. Nach ungefähr 100 Kilometern ging es dann links weg zum Carnarvon Nationalpark, angeblich eines der Highlights des "Great Inland Ways", dem wir mittlerweile schon einiges über 1000 Kilometer folgen. 

Genauso war es auch. Wir waren schlichtweg begeistert vom "Caravan Park", der sich vor allem für jene wie uns, die nur mit Auto und Zelt kommen, als idyllischer Campingplatz inmitten von Palmen und tropischen Pflanzen entpuppte. Gleich nachdem wir einen wunderbaren Campingplatz gefunden haben, beschlossen wir, dass wir es hier wohl mehr als eine Nacht aushalten könnten. So haben wir es auch gemacht, das viele Fahren will ja auch einmal mit etwas ausgiebiger Rast belohnt werden. 

Am ersten Tag haben wir uns also gleich gar nicht gestresst und sind nur im Campingareal herumgewandert, das übrigens ganz nahe beim Carnarvon River liegt,  so konnten wir mit den Kindern am Nachmittag zum Wasser spielen gehen. Dort haben sie fleissig Damm und Sandburgen gebaut und wir alle sind im warmen Wasser herumgeplantscht. Das Wetter ist auch schon richtig tropisch, alle ein bis zwei Stunden hat es einfach mal ein bisserl heruntergeregnet. Da hat es sich schon zum ersten Mal ausgezahlt dass wir unser Beach-Shelter mitgenommen haben. Dort haben wir einfach die kurzen Schauer verbracht. 

Da wir noch nie in einer tropischen Zone waren, fanden wir das ganz interessant und sind nun schon sehr gespannt wie es uns mit dem Klima ergehen wird wenn wir noch weiter nördlich kommen. Mit der trockenen Hitze scheint es ja bald für eine Weile vorbei zu sein.

Der Carnarvon Gorge (Gorge = Schlucht) ist durch Wasser und Zeit entstanden. Der Carnarvon Fluss hat sich über tausende Jahre durch den Sandstein gearbeitet und so ist diese grosse Schlucht entstanden, die seit 1932 als Nationalpark geschützt ist. Im Nationalpark erstrecken sich über 25 Kilometer and Wanderwegen zu verschiedenen Höhlen, Felsbädern und heiligen Stätten der Aboriginals wo man auch Felsmalereien finden kann. 

Am zweiten Tag sind wir bald aufgebrochen um eben diesen Nationalpark mit unseren zwei Mädchen zu erkunden. Ausgerüstet mit einer Karte, genug zum Trinken, etwas zum Essen und 4 Paar gehwillige Beine ging es los. Lea und Luisa waren sehr tapfer auf den ersten 2 Kilometern, doch zu den Moss Gardens, die 3,5 Kilometer in eine Richtung gewesen wären, haben wir es dann doch nicht mehr geschafft. Wir haben einen guten Einblick über die Carnarvon Schlucht bekommen und wollten uns lieber noch auf einen anderen, kürzeren Weg zu einem Felsenbad begeben. 

Beim "Rockpool" haben wir dann auch Mittagsrast gemacht und alle konnten wieder Schwimmen und im Wasser spielen. Unsere Kleinen sind hier wirklich im Paradies. Die Wasserratte Luisa wollte schon gar nicht mehr aus dem Wasser kommen, nur mit der Vertröstung, dass es ja am Campingplatz auch nochmal Gelegenheit gibt zum Wasserplantschen konnten wir aufbrechen. 

Ein wunderbares Plätzchen Australiens, dass wir uns ganz dick anstreichen werden und gerne einmal wieder besuchen. Vielleicht wenn die Kinder etwas größer sind, so dass man auch noch ein bisschen mehr wandern kann. Aber auch so war es ganz fantastisch, genau das richtige für Familien und Leute die gerne in der Natur Urlaub machen. 

Direkt vom Campingplatz konnte man auch eine kleine Wanderung zu einem Aussichtsplatz machen. Dies haben wir am zweiten Morgen mit den Kindern noch gemacht und während dieser Wanderungen konnten wir auch Känguruhs ganz nah erleben, sogar am Campingplatz waren welche zu sehen, ein weiteres Highlight auf unserer Reise.



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