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6 Jahre Australien - Jubiläum abseits der Touristenhochburgen

veröffentlicht um 13.10.2012, 15:47 von Wilfried Schaffner   [ aktualisiert: 13.10.2012, 16:42 ]
Wir hatten richtig Glück noch einen Campsite bei den Boulders in Babinda zu ergattern. Es war schon realtiv spät bei unserer Ankunft, und wider erwarten war der Campingplatz voll. In der Vermutung, dass wir die einzigen waren mit der Idee dort zu nächtigen, hatten wir uns schön getäuscht. 

Natürlich muss man dazu sagen dass der Campingplatz erstens klein (nur 10 Plätze), zweitens gratis und drittens in einer einmaligen wunderschönen abgelegenen Lage war. Das war auch für andere Reisende ein großer Anreiz. Glücklicher-weise hatte sich eine andere Familie mit ihrem Wohnwagen ziemlich breit gemacht auf einem Platz der  eigentlich für zwei Gruppen gedacht war, und als wir nachfragten, durften wir natürlich gleich unser Zelt daneben aufschlagen. Es stellte sich dann auch gleich heraus, dass wir diese Familie schon von einem anderen Campingplatz kannten, bzw. unsere Kinder sich kannten vom gemeinsamen Spielen. Das war natürlich ein großes Hallo, als Lea und Luisa ihre Freunde wiedererkannten. 

Nachdem es schon dunkel wurde mussten wir uns beeilen das Zelt und das Abendessen fertig zu bekommen, und die Besichtigung der Boulders wollten wir am nächsten Tag machen. In der Nacht und am nächsten Morgen hat es dann geregnet, was uns grundsätzlich nicht viel ausmachte, weil warm war es ja trotzdem. So gingen wir halt mehr oder weniger mit den Badesachen zu unserem Spaziergang am Morgen, weil dort sollte sich wieder eine einmalige Schwimmgelegenheit bieten. Beim Fluss haben wir dann auch das erste österreichische Paar kennengelernt, zwei Salzburger die auch schon seit ein paar Wochen in Australien unterwegs sind. 

Die Wanderung (Bushwalk) war wieder einmalig. Mitten durch dichten Regenwald ging es entlang des Babinda Rivers zu den "Boulders", riesige Granitbrocken die durch jahrtausendlange Erosion zu runden Steinen und Wasserlöchern geformt wurden. Einfach herrlich. Die Kinder werden auch immer ausdauernder auf unseren Wanderungen, vor allem wenn sie manchmal entlang des Bushwalks einen richtigen Schatz, in Form eines Lollipops 
oder so, finden.

Das Wetter hat sich dann bald gebessert und so haben wir das zwar noch leicht feuchte Zelt, zumindest bei trockenem Wetter abbauen können. Lea und Luisa durften sich währenddessen im Auto am iPad einen kurzen Film anschauen, somit wurden sie nicht wieder schmutzig. In Babinda haben wir dann unseren Lebensmittelvorrat aufgestockt. Wenn wir schon nichts fürs Camping bezahlt haben, so wollten wir doch zumindest den Einkauf in diesem süßen Städtchen tätigen. 

Es war auch ein ganz besonderer Tag für uns, der 12. Oktober ist nämlich nicht nur Willi's Namenstag, sondern auch unser Jahrestag hier in Australien. Dass wir vor 6 Jahren in Australien angekommen sind, wollten wir heute mit einem Fondue feiern, somit haben wir groß aufgestockt für das "Feast" am nächsten Campingplatz. 

Bramston Beach war dann das Tagesziel, keine 30 Kilometer vom letzten Campingplatz entfernt, aber nachdem wir ja feiern wollten war das auch gut so. Der Caravanpark war genial. Direkt am Strand gelegen, unter schattigen, großen Bäumen und gleich neben einem großen Spielplatz. Vergleichsweise zu den anderen Strandorten war ganz wenig los, ein richtiger Geheimtipp! Genau was wir brauchten für unseren Jahrestag. Den Strand haben wir nicht zum Schwimmen genützt, weil wir zuviel Angst vor möglichen Krokodilen hatten. Jedoch war er super zum Drachensteigen. 

Am frühen Nachmittag begann dann unser Fest. Wir stellten Suppe auf den Campingkocher und dann wurde für mehrere Stunden am Fondue Fleisch gekocht, drei verschiede Saucen, Weißbrot und Salat vervollständigten das Menü - da soll noch einmal jemand sagen, dass wir nicht im reinsten Luxus leben. Zur Feier des Tages gab es nach einem erfrischenden Bier auch noch eine Flasche Weißwein für Willi und mich und wir schwelgten in den Erinnerungen als wir vor 6 Jahren das erste Mal die australische Erde betraten und was sich nicht alles seither getan hat. Das Leben ist schön.  


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